Reiseführer und Karten
für die Grand Tour

Wer auf Reisen ging, hatte schon damals Gelegenheit, sich anhand der Literatur vorzubereiten. Durch die Helden der Entdeckungsreisen aus dem 16. bis 17. Jahrhundert waren bereits Schriften erhältlich, die als Reiseführer anerkannt waren. So konnten die Sprösslinge des 18. Jahrhunderts bereits auf eine Vielzahl von Reiseführern zurückgreifen. Zu dieser Zeit folgten etwa zwei Reiseführer jährlich, auf die bei der Vorbereitung einer Grand Tour zurückgegriffen werden konnte.

Oft wollten sich die jungen adligen Herren auf eine derartige Reise auch mit Karten vorbereiten, die allerdings nicht so einfach zu erhalten waren. Und waren Karten in England zu erhalten, so konnte davon ausgegangen werden, dass diese nicht perfekt genug gezeichnet waren. In der Regel wurde dann auf eine Sammlung von italienischen Karten zurückgegriffen, die in England mit den entsprechenden englischen Bezeichnungen veröffentlicht wurden.
Eine solche Reise ging ja über längere Zeit und so war es wichtig, eine gute Ausrüstung dabei zu haben. Da die Grand Tour über einen langen Zeitraum ging, musste diese Ausrüstung hohen Anforderungen entsprechen. Denn immerhin wurde zu dieser Zeit mit der Kutsche gefahren und dabei ging es dann wirklich über Stock und Stein. Also war Stabilität bei der Ausrüstung für die Reise das oberste Gut. Außerdem wurde die Ausrüstung ja auch nicht immer nur von den Reisenden selber transportiert. Wenn ein Quartier bezogen wurde oder es zum Essen ging, so konnten schon einmal Dienstboten oder die Wirte von Gasthäusern diese Ausrüstung nicht unbedingt sanft anfassen.